Die beiden Abende waren für mich sehr eindrucksvoll. Die Herzlichkeit und die Freude der Schauspieler am Darstellen fand ich sehr berührend. Ich war überrascht von den Leistungen der Schauspieler. Nicht nur ich war begeistert, sondern ich konnte spüren, dass das ganze Publikum mitgerissen wurde. Ich hoffe, dass dieses Projekt weitergeführt werden kann um auch meinen Freunden die Gelegenheit zu geben, so einen Abend zu erleben.
Anna Stadler (Schülerin HBLA, 15 Jahre)
Da meine Freundin von diesem Theater so begeistert war, wurde ich neugierig und begleitete sie zu der zweiten Aufführung.
Meine Freundin hatte mir nicht zuviel versprochen. Ich war sehr begeistert von der Ausstrahlung der Schauspieler. Ich fand das Stück lustig, dennoch war es auch sehr berührend. Ich hoffe, dass diese Chance für so ein Projekt auch anderen Diakoniewerken geboten wird.
Tanja Jakob (Schülerin HBLA, 15 Jahre)
Am Tag der 2. Aufführung traf ich eine Freundin, die so begeistert von dem Theaterstück war, dass sie mich überredete, dort hin zu gehen.
Es hat mir sehr gut gefallen und ich habe es nicht bereut, dass ich es mir angesehen habe. Ich war sehr erstaunt über den Mut der Darsteller, deren Freude am Spiel auch das Publikum mitriss. Gerne möchte ich mir eine weitere Aufführung dieser Art ansehen.
Sarah Schmid (Schülerin HBLA, 15 Jahre)
Die KIM Mauerkirchen und der Projektleiter Reinhard Tritscher leisten mit ihrer „Theaterwerkstatt für Menschen mit Behinderung“ äußerst wichtige Arbeit gegen die Ausgrenzung Behinderter und für ihre Integration. Bei der ersten Präsentation im katholischen Pfarrheim in Mauerkirchen am 19.01.2002 war ich beeindruckt von der Spielfreude und Spontaneität der SchauspielerInnen. Mir wurde bewusst, dass gerade Menschen mit Behinderung emotionelle Fähigkeiten haben, die „normalen“ Menschen oft abgehen. Dem Projekt ist eine erfolgreiche Weiterführung zu wünschen.
Dipl.-Ing. Dr. Hermann Krammer
Lachen mit Tränen - über behinderte Menschen lacht man nicht - stimmt!
Über behinderte Menschen weint man nicht - stimmt nicht!
Lachen vor Freude und Tränen vor Gerührtheit waren das Wechselspiel in der Aufführung der Theaterwerkstatt Mauerkirchen.
Ein Abend voller Einzigartigkeiten an dem jeder einzelne Künstler sein absolut Bestes gegeben hat. Nie habe ich ehrlicheres Klatschen gehört als an diesem Abend. Eine Überdosis Freude und Kraft in den einzelnen aufeinander gewürfelten Szenen.
Außerordentliche Künstler, die es unbedingt weiter zu unterstützen gilt.
Wolfgang Panholzer
Präsident KIWANIS- Club Mattighofen
Kunst von außergewöhnlichen Künstlern
Der Beitrag, den Menschen mit Behinderung zum Kulturschaffen in Österreich leisten, wird leider noch immer vielfach unterschätzt. Kunst von diesen "außer" - gewöhnlichen Menschen zeichnet sich durch besondere Ausdrucksfähigkeit und hohe Emotionalität aus.
Die Kulturinitiative Mauerkirchen leistet mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag, um die künstlerischen Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung endlich ins rechte Licht zu rücken. In der Theaterwerkstatt können Menschen mit Behinderung eigene Begabungen entdecken, neue Fähigkeiten entwickeln und vielfältige Erfahrungen sammeln.
Ich bedanke mich bei der Kulturinitiative Mauerkirchen und dem Diakoniewerk Mauerkirchen für die Umsetzung dieses vorbildlichen Integrationsprojektes und wünsche allen Künstlern Spaß bei Erarbeitung des Stoffes, Erfolg bei den Aufführungen und viel Freude an der eigenen künstlerischen Leistung.
Landesrat
Dr. Walter Aichinger
Kunst baut Brücken
Kunst und Kultur vermögen wie kaum ein anderer Bereich Emotionen zu erzeugen:
Verbindende im Sinne einer gemeinsamen Tradition und Identität, zuweilen aber auch trennende Gefühle durch die Konfrontation mit Fremdem, Ungewohntem. Und beides ist wichtig für die Gesellschaft, aber auch für den Einzelnen.
Kunst ist aber auch ein Bereich, der kaum wie ein anderer geeignet ist, Grenzen zu überwinden und zwar sowohl soziale, kulturelle als auch sprachliche - nicht zuletzt auch menschliche. Hier entsteht vor allem in der gemeinsamen Arbeit ein tieferes Verständnis füreinander, das auch im "Endprodukt", in der Präsentation spürbar vermittelt wird.
Ein Theaterprojekt, das in der Grenzzone von therapeutischem und künstlerischem Prozess entwickelt wird, spiegelt all diese Aspekte in besonderer Weise wider und sollte auch entsprechende Aufnahme beim Publikum finden. Für die Bemühungen beim Zustandekommen eines solchen Vorhabens sei allen Beteiligten Dank gesagt.
Dr. Josef Pühringer
Landeshauptmann
Liebe Leserinnen! Liebe Leser!
Kunst und Kreativität sind bedeutende Schlüssel für eine offene Welt. Und vor allem Brücken zu anderen Menschen, ganz besonders auch zu behinderten Personen. Mit dem Projekt "Theaterwerkstatt für Menschen mit Behinderung" wird eine Plattform für die Kommunikation einer ausgegrenzten Gruppe von Menschen und der "Öffentlichkeit" mit künstlerischen Mitteln geschaffen.
Damit leisten die Kultur.Initiative.Mauerkirchen und das Diakoniewerk Mauerkirchen einen ganz wertvollen Beitrag zur Integration von behinderten Menschen in unsere Gesellschaft.
Gerade die Theaterarbeit eignet sich ideal dafür. Menschen mit Behinderung haben in der Regel viel geringere Hemmungen in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Sie orientieren sich weniger an Leistungsnormen und sind damit viel weniger eingeschränkt durch die Angst vor einem Misserfolg.
Ich wünsche den Initiatoren dieses Projektes sehr viel Erfolg bei den geplanten Aufführungen in Mauerkirchen und hoffe, dass dieses beispielhafte Vorhaben seine Fortsetzung findet.
Franz Hiesl
Landeshauptmann-Stellvertreter
Mächtig stolz sind wir auf unsere ehemaligen SchülerInnen. Nicht nur irgendeine Rolle auf der Bühne, nein - sie spielen sich selbst. Jeder bekommt dafür die Zeit, die er braucht. Es bleibt spannend, Abweichungen von der geplanten Rolle werden von uns kaum als solche erkannt. Die Regie hat den Freiraum eingeplant.
Zu schnell vergeht im Spiel die Zeit, das Wiedersehen war herrlich. Dazu eine neue und schöne Erkenntnis - sie sind erwachsen geworden. Die Neugier steigt, gespannt warten wir aufs nächste geplante Theaterstück.
Hannes Höck
SPZ Mattighofen
Menschen, die aufgrund ihrer geistigen und manchmal auch mehrfachen Behinderung eine ganz besondere Lebenssituation vorfinden, sind als Schauspieler auf der Bühne gestanden. Gemeinsam mit ihrem Regisseur Reinhold Tritscher haben sie uns einen ersten Einblick in das Ergebnis einer künstlerischen Arbeit gegeben.
Überraschungen, die wir bei diversen Laienspielgruppen erleben, wie uns bekannte Persönlichkeiten plötzlich als ganz andere Personen erscheinen und scheinbar über sich selbst hinaus wachsen, diese Erfahrung war auch bei dieser Aufführung erlebbar. Menschen, die von außen betrachtet, durch ihre zahlreichen Einschränkungen definiert sind, wachsen in ihrem künstlerischen Ausdruck über alles bisher Dagewesene hinaus, werden als solche, die bisher nur Hilfen und manchmal auch Mitleid empfangen haben, zu Gebenden, zu Schauspielern, die im Mittelpunkt stehen. Menschen, die Faszination erzeugen können, Menschen, die Publikum anziehen.
Dieses Theaterprojekt bringt zum Ausdruck, dass echte Integration aus geben und nehmen besteht und die Einseitigkeit einer gut gemeinten Wohltätigkeit in den Hintergrund treten lässt. Angenehm bleibt die bescheidene Zurückhaltung des Regisseurs in Erinnerung, der uns eine erste Kostprobe seiner einfühlsamen Arbeit zeigte, in der behinderte Menschen eine neue Dimension für ihr Leben entdecken konnten. Bemerkenswert ist auch das Engagement der Kulturinitiative Mauerkirchen, die sich auf das Wagnis dieses Projektes einließ. Das Interesse der vielen Mauerkirchner zeigt, dass dieser Ort ein guter Boden ist für Menschen, die anderswo näher am Rand stehen.
Dr. Heinz Thaler
Bereichsleiter Behindertenhilfe Gallneukirchen
In den Fördergruppen der Werkstätte Mauerkirchen des Diakoniewerkes ist das Theaterfieber ausgebrochen. „Schuld“ daran ist die Kultur.Initiative.Mauerkirchen, die die Werkstätte Mauerkirchen zu einem gemeinsamen Theaterprojekt mit einem „Profi“ einlud.
Es begann im Frühjahr 2001, als die KULTUR.INITIATIVE.MAUERKIRCHEN. (K.I.M.) mit der Idee zu mir kam, ein gemeinsames Projekt mit dem Schauspieler Reinhold Tritscher aus Salzburg zu starten. Am Anfang wollten alle aus den Werkgruppen mitmachen, doch nach einigen Proben kristallisierte sich die Gruppe von Teilnehmern heraus, die tatsächlich dabei blieben. Die Proben fanden etwa alle vier Wochen statt und zwei Wochen vor den Aufführungen waren noch drei Intensivtage mit Proben angefüllt. Bis dann der große Tag kam.
Am Freitag, den 18. Jänner war Premiere und alle waren sehr aufgeregt - ich am allermeisten!
Aber als die SchauspielerInnen auf der Bühne standen, haben sie ihr Lampenfieber total vergessen und haben gespielt als wären sie schon öfter auf der Bühne gestanden. Das Publikum hat von Anfang an voll mitgemacht und war berührt von der Echtheit und Natürlichkeit, mit der die SchaupielrInnen auf der Bühne spielten. Bei einem Part wurde das Publikum mit einbezogen, indem es verschiedenen Anweisungen Folge zu leisten hatte, wie zum Beispiel „alle mal aufstehen“, „leise klatschen“ usw.
Am Ende der Vorstellung war ein Tosen im Saal. Es gab „Standing Ovations“ für die SchauspielerInnen und ihren Regisseur Reinhold Tritscher sowie für die beiden Musiker Dr. Bernhard Oberhuemer und Richard Ortner jun., die das ganze Projekt musikalisch begleitet und damit verschiedene Episoden besonders zur Geltung gebracht haben. Ihnen sei an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön gesagt.
Danken möchte ich auch der K.I.M. für die Zusammenarbeit und für all ihre Mühen sowie Reinhold Tritscher für seine Geduld und sein Einfühlungsvermögen. Er kam nicht mit einem fertigen Stück, sondern er hat in die SchauspielerInnen hineingehorcht und aus ihren Ideen und Wünschen für jeden die Idealrolle gefunden.
Aber der meiste Dank und das größte Lob gebührt den SchauspielerInnen, die ihr Bestes gaben und uns wieder einmal gezeigt haben, was in Menschen steckt, die in der Gesellschaft oft als „Randgruppe“ bezeichnet werden, welche Fähigkeiten und Talente vorhanden sind, wenn man sie fördert und ihnen etwas zutraut. Ich denke, wir können viel von ihnen lernen.
Und darum möchte ich „Danke“ sagen zu Joachim Plenk, Markus Grahammer, Andrea Oberhauser, Verena Reitinger, Michael Hansel, Stefan Salhofer, Ina Klein, Markus Friedl und Andreas Weindl. Ihr seid echt Spitze und ich bin sehr stolz auf euch!
Übrigens waren beide Aufführungen mit jeweils 100 bis 120 Theaterfreunden sehr gut besucht. Das Projekt soll im Frühjahr 2002 weiter entwickelt werden und wir freuen uns schon auf das, was uns dann erwartet.
Evelyne Stadler (Hofbauer)
Werkstättenleiterin Diakonierwerk
Werkstätte Mauerkirchen