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geb. 1936 in Rainbach/Inn kreis, OÖ, wo er heute als freier Schriftsteller lebt. Er hat Theaterwissen schaft und Germanistik studiert, ist Träger des Oberösterreich ischen Landeskulturp reises und des Hans-Cermak-Preises. Bekannt wurde er zunächst als Dramatiker mit Stücken wie "Spuk", "Das Joch der Erde", "Aller Tage Abend", "Kidnapping" und "Hundstage", von denen auch zahlreiche Übersetzungen vorliegen. Besonders das erzählerische Werk wurzelt in seiner Innviertler Heimat, deren Menschen und Landschaft er mit scharfem Blick erkundet. Trotzdem (oder gerade deswegen?) hat sein Werk weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus Anerkennung gefunden. Über den vierteiligen Romanzyklus "Das Ende der Ewigkeit" schrieb Karl-Markus Gauß in "Die Zeit": "Diese Literatur preist und verdammt die Heimat nicht, sie entdeckt sie."
auf www.volkskultur.de lesen wir:
Friedrich CH. Zauner - Ein oberösterreichischer Dichter unserer Zeit.
Friedrich CH. Zauner, Autor der sensationellen Romantetralogie " Das Ende der Ewigkeit" - ein Werk, "welches nicht nur in der österreichischen Gegenwartsliteratur kaum einen Vergleich findet", schwärmt DIE ZEIT - ist erfolgreich als Dramatiker hervorgetreten. Mit dem Einpersonenstück "Ypsilon" (in der Urfassung von Werner Hinz gespielt) ebenso wie mit der Bühnentrilogie "Das Joch der Erde" worin er ein gültiges Portrait der Frau in unserem Jahrhundert zeichnet. Zauner wirft dabei stets den genauen Blick auf bestimmte Phänomene unserer Gesellschaft in Stücken, die nie langweilig geraten, die Regisseuren und Darstellern neue Herausforderungen bieten und oft erstaunlichen Erfolg beim Publikum im In- und Ausland erreichen. So etwa konnte "Spuk", uraufgeführt vom Landestheater Linz, in der spanischen Übersetzung am Theatro Granero in Mexiko City über zwei Jahre lang en suite gespielt werden.
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In den OÖ Nachrichten vom 21.06.2005 kann man über Friedrich Ch. Zauner lesen:
“Sitzen bleiben hätte ich nicht dürfen“, schildert der Innviertler Schriftsteller Friedrich Ch. Zauner. Schon als Zehnjähriger hat er zu schreiben begonnen – ohne zu wissen, dass es den Beruf des Schriftstellers überhaupt gibt. Seine Mutter hatte ursprünglich vorgehabt einen Elektriker aus ihm zu machen. Schließlich war ihr aber nahegelegt worden, den talentieren Buben weiter in die Schule zu schicken. „Tatsächlich sollte ich dann Lehrer werden. Das hätte meiner Mutter gepasst, weil es sich um einen angesehenen Beruf handelte.“ Nach Linz folgten aber Theaterwissenschaften und Germanistik in Wien. Dann dürfte der Lauf seiner Karriere nicht mehr zu stoppen gewesen sein: Zauner lernt seine ebenfalls schreibende Frau Roswitha kennen. Es folgt ein kurzes Lehrerdasein in Tirol. Dann geht es zurück nach Rainbach. Denn die beiden können von ihren Werken leben und vier Kinder großziehen. Bekannt aus Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen zieht Zauner die Rainbacher Evangelienspiele auf. Großen Wert legt er darauf, dass sie nicht mit Passionsspielen verwechselt werden. Seine Identität als Innviertler wird er wohl nie ablegen. So stand er während der Jahre in Wien selbst auf der Bühne. „Ich habe es aber nicht geschafft zu sprechen, wie man eben bei einem Nestroy-Stück spricht. So hat es halt bei dem Stück einen oberösterreichischen Hausknecht gegeben, der übrigens ganz gut beim Publikum ankam.“ Wenn er für vier Wochen in die Rolle eines anderen schlüpfen könnte, würde er sich Shakespeare aussuchen. „Alles, was wir von ihm wissen, ist aus zweiter, dritter und vierter Hand. Er hat aber sicher ein Leben geführt, das mir nicht gefallen würde. Deshalb: Ich möchte nach diesem Traum einfach aufwachen und mich an nichts mehr erinnern können.“ Übrigens: Zauner sieht sich selbst als Frauenversteher. Mein Beruf verlangt das ab. Die Hälfte meiner Persönlichkeit ist weiblich.“
Ich bin gerne Innviertler, weil: Es könnte sein, dass ich gerne Wuppertaler wäre, wenn ich von dort käme. Ich bin aber von hier und habe keine Sehnsucht nach einer anderen Region.
Der Innviertler ist: Störrisch, wie ein Gaul. Wenn man ihn aber richtig zu behandeln weiß, ist er erstaunlich großzügig. Und er erzählt viele Geschichten. Manchmal rutscht ihm auch etwas raus, was er lieber nicht gesagt hätte.
Meine Lieblingsspeise: Ich mag abwechslungsreiche Hausmannskost. Knödel mag ich in jeder Form.
Mein Lieblingsgetränk: Zuhause trinke ich fast nur Wasser. In Gesellschaft habe ich gerne Most oder Bier. Manchmal auch zuviel.
Mein Charakter: Ich bin sicherlich ein schwieriger Mensch. Mein Verhalten ist schlecht berechenbar.
Liebe ist: Das erste und wichtigste Gefühl, das wir Menschen kennenlernen.”
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